Toute intention de nuire erzählt vom Prozess gegen Pauline Jobert, der Autorin des Romans Marcher sans craindre le ravin. Als Alexandre Badadone glaubte, sich in der Figur eines „besonders verachtenswerten“ frauenfeindlichen Anwalts in dem Roman Marcher sans craindre le ravin wiederzuerkennen, klagte er die Autorin Pauline Jobert umgehend wegen Verletzung der Ehre und der Privatsphäre an. Anhand eines theatralischen Prozesses hinterfragen Adrien Barazzone und sein Team die Grenzen der künstlerischen Erfindungsfreiheit, wenn diese das Leben vereinnahmt und versucht, die Herrschaftsverhältnisse am Arbeitsplatz und in der Intimität anzuprangern. Weitgehend inspiriert und dokumentiert durch reale Rechtsstreitigkeiten, beleuchtet Toute intention de nuire den Prozess „Badadone gegen Jobert“ und inszeniert auf subtile, witzige und schelmische Weise die Fakten und Fiktionen, die von der Zivilpartei und der Verteidigung vorgebracht werden.
Zusätzliche Informationen: Vorstellung mit Audiodeskription
Dank des Vereins Ecoute Voir ist die Vorstellung für sehbehinderte und blinde Menschen zugänglich. Anmeldung: AD@ecoute-voir.org oder 079 893 26 15
Text und Darsteller: Alain Borek, Marion Chabloz, Mélanie Foulon, David Gobet
Konzeption, Text und Regie: Adrien Barazzone / Künstlerische Mitarbeit und Text: Barbara Schlittler / Wissenschaftliche Beratung und Mitarbeit: Anna Arzoumanov (Literaturwissenschaftlerin – Sorbonne Université), Charlotte Dufour (Juristin und Literaturhistorikerin) und Loïc Parein (Rechtsanwalt und Jurist) – Laboratoire Droit et Littérature, UNIL / Kostüme: Maria Muscalu / Schneiderei: Samantha Landragin / Bühnenbild: Hélène Bessero-Belti, Tom Richtarch (Pavillon Trois) / Tonsatz: Clive Jenkins / Lichtdesign und technische Leitung: Vincent Scalbert / Lichtregie: Sophia Meyer / Begleitung: Anne Brüschweiler, Nils-A. Sambuc / Verwaltung: Christèle Fürbringer
Produktion: L’Homme de dos / Koproduktion: Maison Saint-Gervais, Genf La Grange, Centre / Arts et Sciences, UNIL, Lausanne 100