Insuline
Lou Lepori, Marc Berman und Cédric Leproust
Eine Figur, Iel, erhält die Diagnose Diabetes – dieselbe Krankheit, an der sein Großvater, der schon vor langer Zeit verstorben ist, litt. Ein Großvater, der – wie er selbst – homosexuell war, in einer Zeit, in der dies Schande über die ganze Familie brachte; zumal er es gewagt hatte, mit fast 60 Jahren seine Liebesbeziehung zu einem reichen amerikanischen Millionär offen zu leben, ohne dabei seine Ehefrau zu verlassen. Diese Familiengeschichte kehrt zurück und spukt in den Worten der Gegenwart herum. Iel sprengt daraufhin die familiären, medizinischen und gesellschaftlichen Zwänge. Die ebenfalls eingestandene Vergewaltigung entlarvt endgültig die Mechanismen patriarchaler Herrschaft.
Insuline ist ein queeres und genussvolles Manifest, untermalt von Worten und (Live-)Musik, über Geheimnisse und Schweigen, über die unausgesprochenen Normen, die unsere Vorstellungen von gesund und krank, von normal und monströs prägen. Eine kraftvolle Performance, die Konventionen bricht und Geschlechterrollen auf den Kopf stellt.
Weitere Informationen: Klangstück, geeignet für Menschen mit Sehbehinderung; im Anschluss an die Vorstellung ist ein Gespräch mit den Darsteller:innen vorgesehen.
Hinweis: Es werden sensible Themen behandelt.






