Mon Frère
François Gremaud / 2b company
Mon Frère stellt Christian in seiner Rolle als Hauptfigur des Stücks und als Darsteller dieser Figur (die ihm sehr ähnlich ist) in den Mittelpunkt. Christian ist neugierig, begeisterungsfähig, leidenschaftlich und engagiert. Und unter anderem auch gehörlos. Er ist der Bruder des Regisseurs (den er manchmal selbst spielt). Er erzählt seine Geschichte in der französischen Gebärdensprache, begleitet auf der Bühne von der Stimme seines Dolmetschers (in diesem Fall seines Übersetzers, gespielt von seinem Bruder François). Indem er von sich selbst erzählt – von seinen täglichen Kämpfen, in denen sich Freud und Leid verflechten –, erzählt er zugleich die Geschichte, die Besonderheiten und die Kämpfe seiner Gemeinschaft und seiner Sprache. Unter den im Raum gezeichneten Worten, in der Schwingung des Körpers von Christian, der Hauptfigur, die ständig durch die Umstände „gehindert“ wird, kommen die unaufhaltsame Lebensfreude und das unbändige Bedürfnis nach Kommunikation von Christian, seinem Dolmetscher, zum Ausdruck. Indem drei parallele Geschichten miteinander verwoben werden – die der französischen Gebärdensprache, die von Christian und die der Entstehung des Stücks –, versteht sich Mon Frère zugleich als politischer Akt, als künstlerischer Akt und als Akt der Liebe.
François Gremaud ist der Regisseur der Trilogie Phèdre, Giselle et Carmen.
Diese Aufführung wurde für das Festival d’Avignon 2026 ausgewählt.
Weitere Informationen: Im Anschluss an diese Aufführung findet ein Gespräch mit den Künstlern statt, bei dem in Zusammenarbeit mit dem Verein Ecoute-Voir eine Gebärdensprachdolmetscherin zur Verfügung steht. Anmeldung: LSF@ecoute-voir.org oder 079 956 98 34
Diese Aufführung ist Teil des Festiv-ALL.








