Jusque dans nos bras
Collectif Sur Un Malentendu nach dem Roman von Alice Zeniter
Freundschaft und/oder die Gemeinschaft als Mittel, um sich den vorherrschenden Normen zu widersetzen. Ein Epos, das die Energie und den Elan der Jugend als Mittel des Kampfes heranzieht. Alice, die Erzählerin und Autorin, ist halb Kabyle, halb Normannin. Wir verfolgen einerseits ihre gesamte Schulzeit, geprägt von Ereignissen wie dem 11. September, dem Irakkrieg, dem Schock der französischen Präsidentschaftswahlen 2002 – Begebenheiten, die das bilden, was sie als „Ihre große Geschichte des Rassismus“ bezeichnet.
Auf der anderen Seite trifft Alice, eine junge Erwachsene am Ende ihres Studiums, ihren besten Freund aus Kindertagen, Mad, wieder, der aus Mali zurückgekehrt ist und es nicht mehr erträgt, immer wieder Anträge stellen zu müssen, um seine befristeten Aufenthaltsgenehmigungen zu erhalten, obwohl er seine gesamte Jugend in Frankreich verbracht hat. Mad und Alice beschließen daraufhin, eine Scheinehe einzugehen. Weil es das Einzige ist, was Alice tun kann, um ihren Freund zu retten, weil es der Prüfstein ihres Engagements sein wird, der Schlusspunkt ihrer Jugend.
Mit Ernst und Witz macht Jusque dans nos bras die Freundschaft zu einem Mittel des Widerstands gegen eine ausgrenzende Gesellschaft.







